
FreiDay für Zukunftsthemen
Einmal pro Woche Schule für die Zukunft gestalten
Beim FREI DAY setzen unsere Schüler:innen die existenziellen Zukunftsthemen der Agenda 2030 in eigenen Projekten um – möglichst selbstständig, möglichst lebensweltbezogen. An einem festen Wochentag verlassen sie die Rolle der Konsument:innen und werden zu Gestalter:innen: Sie wählen die UN-Nachhaltigkeitsziele, die ihnen am Herzen liegen, und entwickeln daraus eigene Projekte. Lehrkräfte nehmen dabei eine veränderte Rolle ein: Sie beraten, begleiten und unterstützen, geben aber Kontrolle ab. Die Region ist noch im Aufbau, doch durch die Unterstützung der Stadt hoffen wir, dass sich für unsere Schüler:innen weitere Türen öffnen.
Die steigende Nachfrage nach Einverständniserklärungen und Kooperationsverträgen zeigt: Viele Schüler:innen sind im Rahmen des FREI DAYs inzwischen außerhalb der Schule aktiv. Einrichtungen wie das Altenheim haben ihr Engagement ausdrücklich gewürdigt. Andere Schulen hospitieren bei uns und haben uns gebeten, den FREI DAY bei einer Fortbildungsveranstaltung vorzustellen. Die qualitativen Wirkungen lassen sich nicht in Zahlen fassen, sind aber spürbar. Unsere Schüler:innen entwickeln mehr Eigeninitiative, ihre Präsentationskompetenz ist gewachsen und sie erproben zunehmend eigenständig Kommunikationssituationen. Darüber hinaus machen FREI DAY-erfahrene Schüler:innen inzwischen eigene Angebote für andere Schüler:innen im Ganztagsbereich.
- Ein Workshop mit der Erfinderin des FreiDay, Margret Rasfeld, hat unser Interesse geweckt und den Anstoß gegeben.
- Wir haben beim Ministerium die Genehmigung beantragt, da wir für die Umsetzung des FreiDay-Stunden Fächer abgeben mussten.
- Wir haben Material zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen gesammelt und erstellt.
- Wir haben mit den Klassenstufen 5 und 6 einfach begonnen.
- Einverständniserklärungen der Eltern frühzeitig einholen.
- Räumliche Bedingungen prüfen: An den meisten Schulen sind sie besser als bei uns, was die Umsetzung erleichtert.
- Einfach anfangen: Man braucht vor allem Lehrkräfte, die Schüler:innen die Bedeutung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele nahebringen und Eigeninitiative wecken können.
Alle Schüler:innen erhalten im Rahmen der FREI DAY-Stunden (3,3 bis 4 Stunden wöchentlich an einem festen Tag) eine Einführung in die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, beginnend ab Klassenstufe 5. Je nach Klasse dauert diese Einführung unterschiedlich lang, von bis zu den Herbst- und bis zu den Weihnachtsferien ist die übliche Spanne. Danach wählen die Schüler:innen die Ziele, die ihnen am Herzen liegen, und planen ihre Projekte eigenständig. Lehrkräfte engagieren sich im FREI DAY in der Regel freiwillig und teilen Materialien im Kollegium. Bei der Anmeldung neuer Schüler:innen fragen wir aktiv ab, ob Eltern Kompetenzen in den FREI DAY einbringen können. Externe Partner, die von Schüler:innen angefragt werden, erhalten ein Informationsschreiben der Schule.
- Nicht alle Schüler:innen können eigenständig Projektideen entwickeln oder sich in bestehende Projekte integrieren.
- Bestehende FREI DAY-Konzepte – etwa nach Rasfeld – berücksichtigen Schulen im sozialen Brennpunkt nicht ausreichend.
- In Einzelfällen täuschten Schüler:innen bei offenen Projektformaten Leistungen vor.
- Bei externen oder dezentralen Projekten fehlte eine verlässliche Echtzeit-Dokumentation.
- Lehrkräfte bieten strukturierte Projekte an, z. B. ein Gartenbauprojekt oder das „Grüne Klassenzimmer", um auch Schüler:innen ohne eigenen Antrieb Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Zusätzlich übernehmen Lehrpersonen eine aktivere Begleitrolle, ohne den Gestaltungsanspruch aufzugeben.
- Wir schaffen vielfältige, niedrigschwellige Angebote wie den E-Waste-Race, eine Plastikwerkstatt an der Universität Trier oder Kooperationen mit der Hochschule Trier, die konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnen.
- Wir führten verbindliche Dokumentationsformate ein, die Aktivitäten transparent und in Echtzeit nachvollziehbar machen – besonders bei außerschulischen oder mobilen Projekten.
- Räume: Bei uns Mangelware – Upcycling-Aktivitäten fanden auf Fluren, draußen oder in Klassenzimmern statt. An den meisten Schulen sind die Bedingungen besser.
- Personal: Keine zusätzlichen Stellen – Lehrkräfte engagieren sich freiwillig.
- Budget: Keines – der FREI DAY kommt ohne eigenes Budget aus.
- Das Wesentliche: Lehrkräfte, die Schüler:innen die Bedeutung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele nahebringen und Eigeninitiative wecken können.
Projekt umsetzen?
Jetzt mein eigenes Projekt mit dem KI Assistenten planen.