
Individualisiert, digitalisiert und zukunftsorientiert - Be³
An der Haupt- und Realschule Kreiensen arbeiten wir individualisiert, digitalisiert und zukunftsorientiert. Kurz: Be³. Seit dem Schuljahr 2024/25 bieten wir eine teiloffene, klar strukturierte und reglementierte Lernlandschaft mit dem Fokus auf Individualisierung. Wir haben uns von traditionellen Unterrichtsstrukturen gelöst und denken Raum- und Zeitstrukturen neu. Bei uns hat jede:r Schüler:in einen eigenen Arbeitsplatz und Zugang zu Möglichkeiten des kooperativen Austauschs. Der Lernprozess wird durchgängig von einer Lehrperson begleitet, die vorrangig eine beratende Rolle einnimmt. In regelmäßigen Coachinggesprächen halten wir verbindliche Ziele zum Erreichen von Kompetenzen und Lernfortschritten fest. Neben analogen Materialien ermöglichen digitale Endgeräte und ein Lernmanagementsystem vielfältige Zugänge zu Lerninhalten und eine transparente Begleitung des Lernprozesses für alle Beteiligten. Wir verstehen Schule als Gesamtprojekt, das konsequent auf Lernen ausgerichtet ist.
Seit der Einführung unseres Schulkonzepts zeigen sich deutliche positive Entwicklungen. Die Schüler:innenzahlen steigen, wir haben uns für den Deutschen Schulpreis beworben und sind inzwischen Hospitationsschule mit Wartezeiten von über einem Jahr. Außerdem haben wir eine Kooperation mit der Universität Göttingen entwickelt.
Bei unseren Schüler:innen zeigt sich, dass der Umgang untereinander durch die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen und der veränderte Lernkultur entspannter geworden ist. Auch zwischen den Schüler:innen und Lehrkräften sind deutlich weniger Konflikte zu beobachten. Die Schulatmosphäre hat sich insgesamt verbessert und der Teamgeist im Kollegium ist spürbar gewachsen. Lehrkräfte profitieren von größeren Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Zeiteinteilung, was die Arbeit flexibler und attraktiver macht.
- Im Dezember 2022 kam der erste Impuls aus dem Netzwerk Werkstatt Zukunftsschule des Niedersächsischen Kultusministeriums.
- Wir haben erkannt, dass echte Schulentwicklung nicht nur strukturelle Veränderungen erfordert, sondern vor allem eine veränderte Haltung im Rollenverständnis der Lehrkräfte. Das Rollenverständnis setzt stärker auf Vertrauen, Eigenverantwortung und Selbstorganisation der Lernenden.
- Wir haben Kollegium, Eltern- und Schülerschaft sowie den Schulträger durch transparente Kommunikation, Hospitationen, offene Diskussionsprozesse und klare Gremienbeschlüsse schrittweise eingebunden.
- Wir haben organisatorische, pädagogische und bauliche Voraussetzungen geschaffen sowie neue Formen der Zusammenarbeit und Materialentwicklung entwickelt.
- Im Schuljahr 2024/25 haben wir das Konzept gestartet. Seitdem befinden wir uns in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess, der von Reflexion, Anpassung und gemeinsamer Lernbereitschaft geprägt ist.
- Umsetzungswille!
Die Entwicklung des Konzepts war freiwillig für alle Kolleg:innen offen. Unsere Schüler:innen, Eltern und Kolleg:innen haben wir kontinuierlich über den Entwicklungsprozess informiert und in Entscheidungen eingebunden.
- Strukturelle und mentale Hürden begleiteten den gesamten Entwicklungsprozess.
- Wir begegneten ihnen mit Kreativität, Flexibilität und konsequenter Kommunikation.
- Budget: kein Extrabudget erforderlich
- Personal: 25 Lehrkräfte, davon aktuell 8 Lerncoaches (gestartet mit 4)
- Räume: Lernbüros, Gruppenräume, Lounges, Labore, Kreativräume, Prüfungsräume und Inputräume
- Tools: Scobees und IServ
- Universität Göttingen: wissenschaftliche Kooperation
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