
Lernen neu denken
Wir sind überzeugt: Lernen gelingt individuell, selbstständig, gemeinsam - und mit Freude. Dafür haben wir an unserer Schule Bahrenfelder Straße ein zeitgemäßes Lernkonzept entwickelt, das Kinder stärkt und sie auf eine sich wandelnde Welt vorbereitet. Ab der 4. Klasse lernen unsere Schüler:innen in einer offenen Lernlandschaft im Neubau. Sie wählen ihren Arbeitsplatz selbst, arbeiten im eigenen Tempo - allein oder im Team - und übernehmen zunehmend Verantwortung für ihr Lernen. Dabei werden sie eng durch Lehrende, Erziehende und Sozialpädagog:innen begleitet und unterstützt. Die Vorbereitung auf diese Lernform beginnt bereits in unseren Vorschulklassen und setzt sich in den Jahrgängen 1 bis 3 in geöffneten Klassenräumen und erweiterten Lernflächen fort. Mit unserem Lernmanagementsystem Scobees planen Kinder ihre Aufgaben, dokumentieren Lernfortschritte und erhalten Feedback - digitale Werkzeuge werden dabei sinnvoll dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden. Das Projekt wächst ab 2027 in die Neugründung einer Stadtteilschule hinein.
Eine Umfrage des IFBQ Hamburg hat messbar ergeben, dass unsere Unterrichtsentwicklung Früchte trägt. Kinder haben sich schnell in die digitale Organisation ihres Unterrichtstags eingefunden und verstehen die Plattform Scobees. Auch skeptische Kolleg:innen haben sich dem Konzept angenähert - nach dem SAMR-Modell zunächst auf der Stufe der Substitution, aber mit deutlichem Potenzial zur Weiterentwicklung. Hilfreich war dabei, dass der Draht zu Scobees extrem kurz war und unsere Ideen schnell in der Plattform umgesetzt wurden. Wir haben selbst Kurse in Scobees für Mathe, Deutsch, Englisch und Sachunterricht erstellt und führen über die Terminarbeit in Scobees regelmäßige Feedbackgespräche durch. Langfristig zeichnet sich ab, dass das Arbeiten in Klasse 4 eine Spezialisierung einzelner Lehrkräfte auf diese Form des Unterrichtens sinnvoll macht.
- Seit 2018 haben wir unsere Vision in vielfältigen Schulentwicklungsprozessen entwickelt.
- Wir haben uns in Hamburg zu den Themen Schulbau und Ganztag vernetzt und an verschiedenen Schulen im Bundesgebiet hospitiert.
- Wir haben parallel Schulentwicklungsgruppen gegründet - von den Kompartments bis zum heutigen Konzept - und sie miteinander vernetzt.
- Wir haben eine Gruppe „Neubau intensiv" gegründet, die zwei Jahre vor der Eröffnung begonnen hat zu erarbeiten, was für diese neue Form des Lernens wichtig ist - und die auch nach Eröffnung des Neubaus weiterarbeitet.
- Eine eigene Gruppe hat die Unterrichtsentwicklung konkret mit Scobees vorangetrieben und die Inhalte des Jahrgangs 4 an die Anforderungen der KMK-Strategie angepasst - mit drei festen Mitgliedern, ergänzt durch Fachleute aus dem Kollegium, in drei Intensivwochen mit je fünf Arbeitsvormittagen.
- Das IFBQ Hamburg hat eine erste Evaluation durchgeführt - mit sehr positiven Ergebnissen. Ab Gründung der Stadtteilschule steigt die Universität Hamburg in Evaluation und Forschung ein.
- Vernetzung zu anderen Schulen und Netzwerken frühzeitig aufbauen
- Arbeitszeit neu definieren: Menschen brauchen Zeit und Raum für kreative Entwicklungsarbeit - nicht am Ende eines langen Schultags.
- Strukturen für digitale Zusammenarbeit schaffen (Hierzu kann ich meine Unterlagen gerne zur Verfügung stellen. Diese basieren auf "Digitale Zusammenarbeit 4.0" von Jöran Muus-Merholz)
- Auch die Menschen einbinden, die nicht digital affin sind. SCHULentwicklung bedeutet: alle mitnehmen.
Kolleg:innen haben wir aktiv angefragt und eingebunden, Eltern informiert. Die Universität Hamburg und das IFBQ kamen über persönliche Kontakte dazu. Und dann ist da noch etwas, das wir gelernt haben: Wenn das Ganze nur von einem Digitalnerd gemacht worden wäre, hätte es niemals diese Fläche erreicht. Es ist ungemein wichtig, auch die Menschen zu beteiligen, die nicht digital affin sind – denn es heißt eben auch SCHULentwicklung. Alle einzubinden ist mühselig, weil Kompromisse gemacht werden müssen. Aber es ist gleichzeitig inspirierend, wenn Zweifler:innen und Enthusiast:innen miteinander ins Gespräch kommen und sich gegenseitig befruchten. Genau aus dieser Spannung ist etwas entstanden, das trägt.
- Schulleitung und Kolleg:innen mussten erheblich Zeit investieren, und auch Zweifler:innen mussten eingebunden werden.
- Kolleg:innen mussten für die neue Arbeitsweise fortgebildet werden.
- Die digitale Infrastruktur zum Schutz der Kinder war unzureichend.
- Auch organisatorische Details wie Schlüssel für iPad-Wagen mussten geregelt werden.
- Die Schulleitung hat gemeinsam mit dem Kollegium beschlossen, Freistellungen zu ermöglichen - und das Kollegium hat diesen Weg mitgetragen.
- Interne Fortbildungen durch einen neuen Kollegen, der ehemaliger Leiter der Medienpädagogik in Hamburg war, haben das ermöglicht.
- Die Zusammenarbeit mit freien Trainer:innen zum Thema digitale Sicherheit hat gute Lösungen gebracht.
- Die Vernetzung im „Netzwerk Grundschule Digitalität" hat viele pragmatische Ideen eingebracht.
- Budget: Scobees-Lizenz, interne und externe Fortbildungen, iPads in 1:2-Ausstattung, iPad-Wagen, Ladekabel, WLAN
- Personal: 14 direkt beteiligte Personen
- Räume: Neubau mit Lernlandschaft, Räume zur Zusammenarbeit, Lagerräume für Materialien
- Tools: Scobees, Mac-Office, Kalender, IServ
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