
MINT & Robotik praxisnah erleben
Robotik von der Unterstufe bis zum Abitur
Am Königin-Katharina-Stift Gymnasium in Stuttgart ist Robotik ein zentraler Pfeiler des MINT-Profils. Von Klasse 5 bis zum Abitur konstruieren, programmieren und präsentieren Schüler:innen in einer stetig wachsenden Robotik-AG eigenverantwortlich komplexe Systeme. In der Unterstufe starten die Jugendlichen mit Lego-Mindstorms-Robotern und nehmen an Formaten wie der FIRST Lego League und der World Robot Olympiade teil. Ab Klasse 9 steigen sie in die FIRST Tech Challenge ein, bei der die Anforderungen deutlich komplexer werden und nehmen regelmäßig an internationalen Wettbewerben im Ausland teil.
Über 140 Schüler:innen (knapp ein Viertel der gesamten Schülerschaft) nehmen aktiv an der Robotik-AG teil, mit steigender Tendenz. Die Jugendlichen stärken dabei ihr Selbstbewusstsein, lernen eigenständig und zielorientiert zu arbeiten und verlieren Scheu und Hemmungen vor Präsentationen – auch auf Englisch vor internationalen Fach-Jurys. Das Engagement wirkt nachhaltig: Viele Ehemalige kehren nach dem Abitur an die Schule zurück, um aktuelle Teams zu unterstützen, und/oder schlagen beruflich oder akademisch Wege im MINT-Bereich ein.
- Anfang Schuljahr: Erkunden der aktuellen Aufgaben sowie gemeinsame Analyse potenzieller Lösungsstrategien.
- Prozessorientiert arbeiten: Bauen und Programmieren eines Roboters, der die Aufgaben so effizient und sicher wie möglich löst.
- Präsentation & Teamwork: Vorbereitung auf Wettbewerbe, bei denen die Teams ihre Entwicklungen vor Fach-Jurys (teilweise auf Englisch) vorstellen und verteidigen.
- Ehemalige einbinden: Rückgriff auf die Erfahrung von Alumni, die als Mentor:innen bei Fahrten, Veranstaltungen und Vorbereitungen helfen.
- Haltung als Lehrkraft: Den Kindern echte Verantwortung übertragen, Freiräume für Entwicklungen lassen und Misserfolge bewusst als Lernchancen zulassen.
- Tipps für andere Schulen: Klein anfangen mit einer überschaubaren Gruppe. Nicht das Ergebnis komplett durchplanen wollen, sondern den Schüler:innen vertrauen, dass sie kreative Lösungen finden.
Schüler:innen aller Jahrgangsstufen bringen sich eigenverantwortlich ein und unterstützen sich gegenseitig. Neue Mitglieder kommen über Infotage oder gezielte Ansprache hinzu. Lehrkräfte moderieren den Prozess und geben Freiräume. Eltern helfen bei Fahrten und Logistik, während Unternehmen sowie Stiftungen finanzielle Hilfe leisten.
- Begrenzte Raumkapazität
- Materialknappheit
- Hohe Wettbewerbskosten
- Die Schule begegnet den Herausforderungen mit hoher organisatorischer Flexibilität und einer unterstützenden Schulleitung.
- Es werden weitere Lehrkräfte sowie Ehemalige in das Projekt eingebunden.
Robotik-Bausätze (Lego, FTC-Hardware), geeignete Software, Werkstatt- und Arbeitsräume, Zeit für regelmäßige Treffen sowie Budget für Wettbewerbsgebühren, Reisen und Ersatzteile.
- Vector-Stiftung (Förderung der MINT-Arbeit)
- Baden-Württemberg-Stiftung (Projektförderung)
- Eltern, Förderverein & lokale Partner (Unterstützung bei Logistik und Sponsoring)
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