
Mitbestimmung leben und Sinn stiften
Wir am Berufsschulzentrum Stockach möchten Schule im Sinne der Demokratiebildung transformieren - weg von einem bloßen Lernort, hin zu einer Begegnungs- und Möglichkeitsstätte, an der Schüler:innen erleben, dass ihre Stimme zählt und ihr Handeln etwas bewirkt. Unsere Leitfrage lautet: „Wie schaffen wir es, dass Schüler:innen des BSZ Stockach den Lernort Schule aktiver mitgestalten, um ihn zu einem attraktiven Lern- und Aufenthaltsort weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Identifikation mit der Institution Schule zu stärken?" Nur wenn Schüler:innen spüren, dass sie das Schulleben aktiv gestalten und damit etwas bewirken können, kommen wir zu einem anderen Verständnis von Schule in der Gesellschaft.
Wir haben eine Vielzahl nachhaltiger Formate entwickelt, die heute fest im Schulleben verankert sind: der Projekttag „Wir bauen uns unsere Schule", der sCOOLHoodie als gemeinschaftsstiftendes Symbol, der erste sCOOLTAG, die Ausbildungs-Dates, der sCOOLGemeinschaftstag und die sCOOLBand. Durch Formate wie das Barcamp zur Prüfungsvorbereitung sowie die Mitbestimmung bei Prüfungsformaten und Unterrichtsinhalten haben wir die Partizipation unserer Schüler:innen deutlich gestärkt. Die neue Kultur der Mitgestaltung ist spürbar: Schüler:innen zeigen mehr Eigeninitiative, die Identifikation mit der Schule ist gewachsen und die Beteiligung an schulischen Aktivitäten hat messbar zugenommen. Damit haben wir nicht nur kreative Formate etabliert, sondern auch langfristig das Gemeinschaftsgefühl und die Mitverantwortung innerhalb der Schulgemeinschaft gefördert.
- Seit dem Schuljahr 2022/23 sind wir Mitglied im BNE-Schulnetzwerk Baden-Württemberg und im BNE-Team am BSZ.
- Seit 2023 führen wir den FREI DAY im Wirtschaftsgymnasium Klasse 11 durch.
- Ab 2024 sind wir Projektschule im „Innovationslabor Berufliche Schulen" des Kultusministeriums BW im Cluster Demokratiebildung.
- Im Schuljahr 2024/25 haben wir Partizipationsformate pilotiert: Projekttag „Wir bauen uns unsere Schule", sCOOLHoodie, erster sCOOLTAG, Ausbildungs-Dates, sCOOLGemeinschaftstag und sCOOLBand.
- Im Schuljahr 2025/26 liegt der Schwerpunkt auf dem Democratic Classroom: Barcamp zur Prüfungsvorbereitung, Mitbestimmung bei Prüfungsformaten und Unterrichtsinhalten.
- Wir wiederholen und etablieren bereits erprobte Formate: sCOOLDay, FREI DAY, Atelier, Schülerkiosk, sCOOLGarten, Karrieretag und sCOOLArt.
- Mit einer Idee klein beginnen (in einer Klasse oder Schulart), Erfahrungen sammeln und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln.
- Sinn und Zweck der geplanten Aktionen klar machen und Schüler:innen von Anfang an ins Boot holen.
- Vertrauen und Verbindlichkeit schaffen: Schüler:innen müssen erleben, dass ihre Beiträge ernst genommen und umgesetzt werden.
- Peer-Ansätze nutzen: Ältere Schüler:innen als Mentor:innen oder Vorbilder einsetzen.
- Erfolge sichtbar machen durch Präsentationen, Ausstellungen oder öffentliche Anerkennung.
Schüler:innen, Kollegium und externe Partner haben wir in allen Phasen aktiv eingebunden. Unsere Schüler:innen haben maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung der neuen Formate mitgewirkt - bei der Organisation des sCOOLTAGs, der Gestaltung des sCOOLHoodies oder der Planung des Gemeinschaftstags. Durch Workshops, Barcamps und Umfragen konnten sie eigene Ideen einbringen und über Unterrichts- und Prüfungsformate mitbestimmen. Das Kollegium hat die Umsetzung durch fächerübergreifende Zusammenarbeit, die Begleitung der Schüler:innengruppen sowie die Integration der Projektergebnisse in den Schulalltag unterstützt. Unsere Erfahrung zeigt: Schulentwicklung verändert sich grundlegend, wenn sie partizipativ angelegt ist. Schüler:innen, Kollegium, Eltern und externe Partner erleben, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden und konkrete Auswirkungen auf Strukturen, Angebote und Schulkultur haben. Dadurch wächst die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und neue Ideen einzubringen.
- Einzelne Schüler:innen zeigten anfangs Widerstände und brachten sich nicht proaktiv ein
- Im Kollegium gab es teilweise Widerstände
- Zeitliche Ressourcen waren begrenzt
- Wir haben Sinn und Zweck der Aktionen klar kommuniziert und Schüler:innen gezielt eingebunden.
- Wir setzten auf Transparenz, Aufklärung und eine schrittweise Einbeziehung aller Beteiligten.
- Wir arbeiten daran, Lehrkräfte und Schüler:innen noch stärker in Organisation und Vorbereitung einzubinden, um die Last auf mehr Schultern zu verteilen.
- Budget: Unterstützung durch das Kulturministeriums im Rahmen von "Innolab BS"
- Personal: BNE-Team mit sechs Lehrkräften sowie je nach Format die gesamte Schulgemeinschaft
- Tools: Fobizz, eigene Cloud, Design-Thinking
- Kultusministerium Baden-Württemberg: Förderung im Rahmen „Innovationslabor Berufliche Schulen"
- Regionale Betriebe und Einrichtungen: Kooperationspartner
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