
Modernes Lernen in LernBüros
Eigenverantwortlich lernen im LernBüro
Tatsächlich haben externe Besucher:innen von einer „magischen Atmosphäre" in den LernBüros gesprochen. Wir würden vielleicht nicht so weit gehen, aber Fakt ist, dass wir als Lehrkräfte deutlich mehr Zeit haben, uns einzelnen Schüler:innen zu widmen, weil wir nicht im klassischen Sinne unterrichten. Das stellt eine Entlastung dar, weil wir dadurch aus der Gleichzeitigkeit von Unterrichten, Disziplinieren und individuellem Fördern heraustreten konnten. Unsere Schüler:innen wiederum sind selbstständiger geworden: Der Satz „Ich kann das nicht" ist nur noch in Ausnahmefällen zu hören, im LernBüro einfach gearbeitet wird.
Im Fach Deutsch messen wir deutliche Leistungssteigerungen: Nach Eingangsdiagnose und einer Übungsphase wies ein Nachtest bei zwei Dritteln der Schüler:innen eine Leistungssteigerung von 20 bis 30 Prozent nach. Darüber hinaus sind unsere Schüler:innen im Unterricht aktiver, der Anteil effektiver Lernzeit ist spürbar gestiegen und Lehrkräfte erleben den Unterricht als deutlich entspannter. Wir empfangen regelmäßig Besuche anderer Schulen, und auch Zeitung und Fernsehen haben über das LernBüro berichtet. Im Rahmen von Schule der Zukunft teilen wir unsere Erfahrungen aktiv mit anderen Schulen.
- Wir haben festgestellt, dass der Unterricht im Gleichschritt zu viele Schüler:innen zurücklässt.
- Wir haben uns entschieden, mehr Eigenverantwortung im Unterricht einzufordern.
- Wir haben beim Bildungsministerium eine Ermöglichung beantragt.
- Ich- und Wir-Bereiche einrichten, um Einzelarbeit und kooperatives Lernen klar zu trennen.
- Auf freiwilliger Basis beginnen – mit den Kolleg:innen, die überzeugt sind. Positive Erfahrungen sprechen sich rum.
Die Kolleg:innen, die in den Hauptfächern der Klassenstufen 5 bis 8 eingesetzt sind, machen das LernBüro freiwillig. Das hat die Akzeptanz im Kollegium deutlich erhöht. Wir gaben allen die Möglichkeit zu hospitieren. Wer das LernBüro erst einmal in der Praxis erlebt und sich darüber austauschen konnte, bevor er es selbst übernehmen musste, ging deutlich sicherer in den Einstieg. Das LernBüro ist natürlich ein Paradigmenwechsel für Lehrkräfte ebenso wie für Schüler:innen. Klassischer Unterricht ist bequemer, verhindert aber aktives Lernen. Erfahrung ist hier die beste Lehrerin. Unsere Taskcards geben wir als Orientierungshilfe an den folgenden Jahrgang weiter.
- Die vorhandenen Räume reichen nicht aus und sind nicht passend nutzbar. Wir haben einen Fehlbedarf von rund 1.200 qm.
- Trotz Drucker und Smartboards fehlen digitale Endgeräte für Schüler:innen.
- Den Flüsterton als Arbeitsstandard zu etablieren ist bei großen Lerngruppen und den vorhandenen Räumen schwierig.
- Wir klären die Raumfrage gemeinsam mit dem Träger und stoßen strukturelle Lösungen an.
- Wir bauen die Ausstattung schrittweise aus und schaffen sukzessive weitere digitale Endgeräte an.
- Wir legen Lernbüro-Regeln verbindlich fest, machen sie sichtbar, üben sie konsequent ein und definieren klare Arbeitszonen.
- Räume: Separate Bereiche für Einzel- und Gruppenarbeit sind notwendig – besonders für Speaking- und Listening-Aktivitäten im Englischunterricht. Bei uns fehlen diese.
- Technik: Digitalisierte Unterrichtseinheiten als Grundlage, gleichzeitig ein eigener Drucker pro LernBüro, damit Schüler:innen auch auf Papier arbeiten können.
- Personal: Das LernBüro kommt mit dem regulären Personal aus. Die freiwerdenden Kapazitäten fließen in das individuelle Coaching.
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