
Partizipativer Schulhackathon
Schüler:innen gestalten ihre Schule der Zukunft mit.
Bei einem Schulhackathon kommen Lehrkräfte, Schüler:innen und teilweise weitere Beteiligte zusammen, um in einem zeitlich begrenzten, kreativen Prozess gemeinsam an konkreten Fragen aus dem Schulalltag zu arbeiten. In kleinen Teams analysieren sie Probleme, entwickeln Ideen und erproben erste Lösungsansätze – mit dem Ziel, Schule aktiv mitzugestalten.
Genau das haben wir an der Geschwister-Scholl-Grundschule getan und damit projektorientiertes Lernen systematisch in unseren Schulalltag eingebettet. Unser Ziel war es, die Selbstwirksamkeit unserer Schüler:innen zu stärken, die Zusammenarbeit im Kollegium zu vertiefen und Teamarbeit als gelebtes Arbeitsprinzip zu verankern. Dabei haben wir die vier Ks – Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration – als überfachliche Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig entwickeln wir unser Schulkonzept weiter: hin zu einem inklusiven Ansatz, der sich am PERMA-Modell orientiert und Lernen mit Wohlbefinden verbindet.
Aus dem Hackathon entstanden konkrete Projekte, die heute fester Bestandteil unseres Schullebens sind: Wir halten Schildkröten, bewirtschaften einen Schulgarten, kooperieren mit einem Reitstall und mit Kitas, betreiben ein Schülerkino und eine Schülerfirma, haben einen Barfußpfad angelegt, einen Forscherraum eingerichtet und die Lern(T)raum-Zeit eingeführt. Diese Projekte sind nicht das Ergebnis von oben, sondern entstanden aus der Schulgemeinschaft heraus.
- Wir haben die Leitfrage „Wie stellst du dir die Grundschule der Zukunft in Wallhausen vor?" formuliert und sie in den Klassen kreativ vorbereitet – u. a. durch Plakatgestaltung.
- Wir haben eine Schulentwicklungssteuergruppe gegründet und einen Studientag zur Einführung in die Design-Thinking-Methode durchgeführt.
- Ein eigenes Organisationsteam hat den Ablauf geplant und eine gemeinsame Kick-off-Veranstaltung durchgeführt.
- Wir haben eine Hackathon-Woche durchgeführt, in der wir täglich nach der Design-Thinking-Methode gearbeitet haben.
- Wir haben die Ergebnisse auf dem Schulhof und in digitaler Form präsentiert.
- Erste Projektideen haben wir unmittelbar in den Schulalltag integriert.
- Mut zur Haltungsveränderung
- Visionen entwickeln und träumen
- Hospitationen und externe Begleitung nutzen
- Austausch mit anderen Schulen suchen
Das Projekt lebte von der Beteiligung auf vielen Ebenen. Wir haben zentrale Inhalte und Entwicklungsschritte im Kollegium und im Schulelternbeirat gemeinsam beraten und abgestimmt. Lehrkräfte brachten eigene Ideen ein, die wir mit Design-Thinking-Methoden weiterentwickelt haben. Für die Begleitung des Projekts konnten wir zudem einen Schirmherrn gewinnen. Eltern waren sowohl in der Vorbereitung als auch in der Umsetzung einzelner Projektbausteine aktiv dabei. Unsere Schüler:innen haben ihre Ideen eigenständig entwickelt und sich aktiv an der Vorbereitung beteiligt – einschließlich unserer Erstklässler:innen, die mit eigenen Kunstprojekten einen altersgerechten Beitrag zum Gesamtprojekt geleistet haben.
- Lehrkräfte mussten ihre Rolle neu definieren – weg vom Wissensvermittler, hin zur Lernbegleitung.
- Offene, ergebnisoffene Prozesse erzeugten Unsicherheit.
- Die Organisation der Hackathon-Woche mit verschiedenen Gruppen war komplex.
- Wir begleiteten diesen Prozess durch gezieltes Coaching und entwickelten die neue Rolle als Lernbegleiter:innen gemeinsam im Team.
- Wir begegneten dieser durch intensive Vorbereitung und eine gut aufgestellte Steuergruppe, die den Prozess strukturierte.
- Wir führten tägliche Teamsitzungen am Morgen und regelmäßige Reflexionsrunden ein, die für Orientierung und Austausch sorgten.
- Personal: Kollegium und externe Partner
- Räume: Schulhof, Forscherraum und weitere Schulräume
- Materialien: projektspezifisch, z. B. für die Schildkrötenhaltung oder den Kinobetrieb
- Zeit: u.a. feste „Freihours" freitags als struktureller Rahmen
- Methoden: Design Thinking als zentrales Arbeitswerkzeug
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