
Projektlernen an der Heliosschule
Projektlernen von Klasse 5 bis zur Oberstufe
Bei uns zieht sich das Projektlernen durch die gesamte Schullaufbahn, von Klasse 5 bis in die Oberstufe. Wir setzen dabei auf vier aufeinander aufbauende Formate. In der Projektzeit von Klasse 5 bis 10 arbeiten wir fächerverbindend an Themen wie gesunder Ernährung, nachhaltiger Mobilität oder Klima und Wetter und orientieren uns dabei an den Kernlehrplänen sowie den 17 Global Goals der Agenda 2030.
Im “Projekt Herausforderung” entwickeln unsere Schüler:innen im zweiten Halbjahr der 8. Klasse ein eigenes, forderndes Projekt und setzen es zu Beginn der 9. Klasse elf Tage lang eigenständig in kleinen Gruppen um, begleitet von externen Companions statt von Lehrkräften. Im Schuljahr 22/23 suchten sich unsere Achtklässler:innen zum Beispiel folgende Herausforderungen aus: zu Fuß mit Zelt und Schlafsack durch die Eifel wandern, mit einem Wanderzirkus reisen, mit dem Rad bis an die niederländische Nordseeküste und zurück fahren oder elf Tage lang möglichst wenig Strom verbrauchen.
In der Lernexpedition der 11. Klasse setzen sich die Schüler:innen für eine Woche ein individuelles Lernziel und planen dessen Erreichung selbst. In den Projektkursen der Qualifikationsphase, also den letzten beiden Jahren vor dem Abitur, entwickeln sie schließlich eigene Projektideen entlang fachlicher Leitplanken. Sowohl die Ergebnisse der Lernexpedition als auch der Projektkurse werden im Rahmen eines Schulfestes präsentiert.
- Wir teilen das Schuljahr in fünf bis sechs Projektepochen ein, jede mit einem eigenen Themenschwerpunkt
- In den unteren Jahrgängen übernehmen die Stammgruppenleiter:innen die Projekte, ab dem 7. Jahrgang reisen die Fachlehrkräfte zunehmend mit ihren Projekten von Stammgruppe zu Stammgruppe (Erklärung: Stammgruppen sind die festen Lerngruppen, in denen die Schüler:innen jahrgangsübergreifend zusammenarbeiten)
- Im zweiten Halbjahr der 8. Klasse entwickeln die Schüler:innen in kleinen Gruppen ihre eigenen Herausforderungsprojekte und stellen die Idee einem Auswahlkomitee mit Eltern- und Peerbeteiligung vor
- Wir arbeiten mit dem Bildungsträger Herausforderung einfach machen zusammen, um z.B. unsere Companions zu schulen
- Wir evaluieren sämtliche Projekte und werten die Rückmeldungen der Jugendlichen aus.
Traut euch! Es gibt keine Fehler, sondern nur Erfahrungen.
Wir bemühen uns eigentlich immer um eine partizipative Schulentwicklung. In unserem hier vorgestellten Schulprojekt zeigt sich das besonders deutlich. Unsere Lernbegleiter:innen unterstützen die Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer Projektideen, externe Companions begleiten sie während der Durchführung, und ein Auswahlkomitee mit Elternbeteiligung entscheidet über die Umsetzbarkeit der Projekte. Die Eltern und Sorgeberechtigten binden wir zusätzlich über einen eigenen Elternabend ein.
- Nicht alle Schüler:innen bringen die notwendigen Selbststeuerungskompetenzen und Ressourcen mit, das führt teils zu Überforderung.
- Eltern und Lernbegleiter:innen stehen im Spannungsfeld zwischen Unterstützung und dem Loslassen von Kontrolle, Schüler:innen entwickeln bei der eigenen Projektplanung teils Vermeidungsstrategien, um der Überforderung oder Versagensangst zu entgehen.
- Hier ist ein Growth Mindset hilfreich. Wir entwickeln verschiedene Formen von Scaffolding (zum Beispiel Hilfesysteme oder teilweise vorbereitete Projekte) und begleiten die Schüler:innen intensiv.
- Transparente Kommunikation, enge Beziehungsarbeit und eine gute Begleitung helfen uns dabei.
- Budget: staatlich definierter Finanzrahmen der Schule
- Personal: zusätzliches Engagement von Eltern und Lehrkräften über den Finanzrahmen hinaus, Format Lernberatung für die individuelle Begleitung einzelner Schüler:innen
- Tools: SegeL-Konzept
- Herausforderung einfach machen
- Montagsstiftung für Jugend und Gesellschaft
- Universität zu Köln
- diverse Kooperationspartner:innen im Projektlernen wie z.B. das
- Allerweltshaus, die Musikschule, das NS-Dokumentationszentrum usw.
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