
Zukunftstag
Schüler:innen forschen an den 17 Nachhaltigkeitszielen
Mit dem Zukunftstag an der Grundschule am Gickelsberg haben wir ein festes Lernformat eingeführt, in dem unsere Schüler:innen jahrgangsübergreifend und selbstorganisiert an Fragen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen arbeiten, und zwar sowohl auf unserem Schulgelände als auch in der Stadt. Die Lernenden bilden eigene Themengruppen und setzen darin eigene Ideen um.
In der Gartengruppe gestalten und bewirtschaften sie unseren Schulgarten mit Obstwiese. Die Streitschlichtergruppe vermittelt bei Konflikten zwischen Mitschüler:innen. Eine weitere Gruppe besucht regelmäßig das Pflegeheim "Herbstsonne" und bringt den Bewohner:innen Abwechslung. Die Ziegenparkgruppe pflegt die Tiergehege, Wege und Rabatten. Die Computerkinder schreiben Artikel für unsere Schulwebseite und lernen dabei erste Programmierschritte. Die Gesundheitsgruppe beschäftigt sich mit dem eigenen Körper, gesunder Ernährung und Bewegung. Die Hutbergkinder pflegen und pflanzen und erforschen die Denkmale auf dem Hutberg.
Unser Schulgelände hat sich sichtbar verändert. Das jahrgangsübergreifende Arbeiten stärkt das soziale Miteinander unter den Schüler:innen. Sie bauen einen echten Bezug zu Einrichtungen in unserer Stadt auf und präsentieren ihre Ergebnisse stolz und selbstbewusst. Auch unsere Lehrkräfte lernen, als Lernbegleiter:innen zu agieren. Außerdem haben wir in unserer Stadt ein Bildungsforum ins Leben gerufen, in dem sich Bildungseinrichtungen zu ihren Projekten austauschen.
- Wir haben ein Lernformat gesucht, in dem unsere Schüler:innen selbstorganisiert an Themen arbeiten, die sie wirklich bewegen.
- Das Konzept "Schule im Aufbruch" hat uns dabei inspiriert.
- Wir haben unsere Unterrichtszeiten umstrukturiert und zwei feste Blöcke für den Zukunftstag eingerichtet.
- Wir haben Partner gesucht und unser Vorhaben Eltern und Erzieher:innen vorgestellt, um es in der Schulkonferenz zu beschließen.
- Unsere Lehrkräfte haben den Schüler:innen die 17 Nachhaltigkeitsziele vorgestellt.
- Gemeinsam mit den Lernenden haben wir die jahrgangsübergreifenden Themengruppen gebildet und den Zukunftstag gestartet.
- Ich würde immer wieder die Eltern, den Träger und andere Partner ins Boot holen und unbedingt die Interessen der Lernenden erfragen.
- Außerdem: Unterrichtszeiten flexibel rhythmisieren, um Freiräume für die Projektarbeit zu schaffen
Unsere Schüler:innen geben die Themen und Fragen vor, an denen sie arbeiten möchten. Unsere Lernbegleiter:innen unterstützen bei Organisation und Umsetzung. Eine Mutter leitet die Streitschlichtergruppe, eine ehemalige Kollegin bietet Fördern und Fordern an. Die Ziegenparkgruppe wird von den Kommunalen Diensten Kamenz und einer Mitarbeiterin im Freiwilligen Ökologischen Jahr unterstützt. Die Hutbergkinder erhalten Unterstützung von einer Landschaftsarchitektin. Alle weiteren Gruppen begleitet unser Lehrer:innenteam.
- Nicht alle Eltern waren von Anfang an begeistert und befürchteten, der Lehrplan könnte nicht erfüllt werden.
- Die Finanzierung musste organisiert werden.
- Die sichtbare Entwicklung der Basiskompetenzen unserer Schüler:innen, ihre Ergebnisse und ihre Freude am Projekt haben die Zweifel ausgeräumt.
- Wir haben sie über einen Spendenlauf, einen Keksmarkt, einen Baumarkt als Unterstützer und Mittel der BNE Servicestelle gesichert.
- Budget: Einen Teil erwirtschaften unsere Schüler:innen selbst, etwa über Spendenlauf und Keksmarkt; ergänzt durch GTA Mittel und Spenden
- Personal: Erzieher:innen des Hortes, Eltern und externe Partner:innen als ehrenamtliche Lernbegleiter:innen
- Räume: Die vorhandenen Räumlichkeiten unserer Schule reichen aus
- BNE Servicestelle: Förderung von 1000 Euro, zusätzlich Unterstützung bei der Partnersuche
- Kommune / Kommunale Dienste Kamenz: Partnerschaft zur Unterstützung der Ziegenparkgruppe
- Baumarkt: Unterstützer
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